Mögliche Nutzung des früheren Depots
Private Eigentümer prüfen nach Medienberichten eine Reaktivierung des früheren Munitionsdepots Wolfsruh im Amt Gransee. Als mögliche Nutzung wird die Lagerung von Munition genannt; außerdem steht eine Lagerung von Drohnen oder Drohnenteilen im Raum. Hintergrund ist der gestiegene militärische Logistik- und Munitionsbedarf infolge der veränderten Sicherheitslage.
Die verfügbaren Berichte belegen bislang weder eine förmliche Genehmigung noch einen offiziellen Antrag der Bundeswehr für das Gelände. Auch ein verbindlicher Beschluss zur Wiederinbetriebnahme ist nicht dokumentiert.
Uwe Feiler an öffentlicher Debatte beteiligt
Das Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler hatte für den 2. September 2026 zu einer Begehung des Geländes eingeladen. Der Termin kam anschließend nicht zustande. Als Grund wurde ein Missverständnis über den Stand eines möglichen offiziellen Antrags der Bundeswehr genannt.
Feiler wird zugleich mit der grundsätzlichen Einschätzung wiedergegeben, Deutschland brauche neue Bundeswehrstandorte. Eine konkrete Festlegung auf eine Nutzung des Standorts Wolfsruh lässt sich aus den vorliegenden Informationen jedoch nicht ableiten.
Widerstand in der Region
In der Region formiert sich Protest gegen die möglichen Pläne. Eine Bürgerinitiative sammelt nach eigenen Angaben Unterschriften gegen die Wiederinbetriebnahme. In der öffentlichen Debatte treffen sicherheitspolitische Überlegungen auf Bedenken von Anwohnern sowie auf Fragen des Natur- und Gebietsschutzes.
Wolfsruh liegt nicht in Velten, gehört jedoch zum selben Bundestagswahlkreis Oberhavel – Havelland II. Für die Region können deshalb auch Fragen des Brand- und Katastrophenschutzes, des Verkehrs, der Infrastruktur sowie möglicher Umwelt- und Lärmauswirkungen relevant werden.
Weitere Klärung erforderlich
Für eine belastbare politische Bewertung müssen zunächst der formale Verfahrensstand, die zuständigen Behörden und die sicherheitsbezogenen Anforderungen geklärt werden. Dazu gehören insbesondere mögliche Genehmigungs- und Umweltprüfungen, Konzepte für Gefahrgut- und Brandschutz sowie die Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung.