Beratung über künftiges ÖPNV-Angebot
Der Nahverkehrsplan 2027–2031 befindet sich inzwischen in der politischen Beratung. Der vorgelegte Entwurf beschreibt, wie der Landkreis sein Busangebot unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen sichern und weiterentwickeln will.
Für den öffentlichen Personennahverkehr sind ab 2027 Ausgaben von rund 15,7 Millionen Euro vorgesehen. Davon sollen etwa fünf Millionen Euro aus Landesmitteln stammen. Der Zuschuss des Landkreises für die Oberhavel Verkehrsgesellschaft soll auf rund elf Millionen Euro begrenzt werden.
Zur Begrenzung der Kosten setzt der Entwurf unter anderem auf bedarfsgesteuerte Verkehrsangebote. Außerdem sind geringere Taktungen in Ferienzeiten sowie in den Abendstunden und an Wochenenden vorgesehen. Der Landkreis verbindet diese Maßnahmen mit dem Ziel, den Schülerverkehr und stark nachgefragte Verbindungen abzusichern.
Linie 824 ist für Velten besonders wichtig
Eine zentrale Rolle für Velten spielt die Linie 824. Sie verbindet Oranienburg, Velten und Hennigsdorf und wurde nach Angaben des Landkreises im Jahr 2024 von knapp 1,6 Millionen Fahrgästen genutzt. Damit zählt sie zu den wichtigsten Busverbindungen im Kreis – unter anderem für Schüler, Berufspendler und Fahrgäste auf dem Weg zu weiteren Verkehrsangeboten.
Im weiteren Beratungsverfahren wird deshalb entscheidend sein, wie die Bedienung der Linie 824 künftig ausgestaltet wird. Für Velten betrifft das insbesondere die Taktzeiten am Abend und an Wochenenden sowie die Anschlüsse in Richtung Hennigsdorf und Oranienburg. Die im Entwurf vorgesehenen bedarfsgesteuerten Angebote beziehen sich nach den vorliegenden Angaben vor allem auf schwächer nachgefragte Linien im Norden Oberhavels.
Die hohe Nutzung der Linie 824 liefert ein wichtiges Argument für ihre verkehrliche Bedeutung. Über die konkrete Ausgestaltung des Angebots entscheidet der Landkreis im weiteren Verfahren zur Aufstellung und Beschlussfassung des Nahverkehrsplans.