Der Ausschuss für Mobilität, Ordnung und Katastrophenschutz des Landkreises Oberhavel hat den Entwurf des Nahverkehrsplans 2027–2031 am 16. September 2026 beraten und zur Kenntnis genommen. Damit ist das Verfahren in die nächste politische Beratungsphase eingetreten.
Auf Grundlage der Rückmeldungen aus der öffentlichen Beteiligung soll der Entwurf überarbeitet werden. Anschließend ist eine erneute Beratung in den politischen Gremien vorgesehen. Die abschließende Entscheidung über den Nahverkehrsplan steht noch aus.
Für Velten sind vor allem die Linien 807, 816 und 824 von Bedeutung. Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen mögliche Anpassungen insbesondere Zeiten außerhalb des Schüler- und Berufsverkehrs betreffen. Genannt werden dabei Abend-, Ferien- und Wochenendfahrten. Konkrete endgültige Fahrpläne oder Taktentscheidungen sind mit dem bisherigen Verfahrensstand noch nicht verbunden.
Eine besondere Rolle kommt der Linie 824 zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf zu. Der Landkreis bezeichnet sie als seine nachfragestärkste Busverbindung. Für das Jahr 2024 werden nahezu 1,6 Millionen Fahrgäste angegeben. Gleichzeitig verweist der Landkreis auf steigende Personal- und Betriebskosten und auf das Ziel, das Angebot stärker auf besonders nachgefragte Zeiten und Strecken auszurichten.
Für die Stadt Velten ist deshalb entscheidend, wie das Grundangebot außerhalb der Hauptverkehrszeiten ausgestaltet wird. Betroffen sein können unter anderem Pendlerinnen und Pendler, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie Menschen, die auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind. Auch die Anbindung des Bahnhofs und des neuen Schulstandorts spielt bei der weiteren Ausgestaltung eine wichtige Rolle.
Der weitere Beratungsverlauf soll zeigen, welche Änderungen in den endgültigen Nahverkehrsplan einfließen. Maßgeblich sind dabei die überarbeitete Planfassung und die anschließende Beschlussfassung durch die zuständigen Kreisgremien.