Der veröffentlichte Entwurf des Nahverkehrsplans soll vom 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2031 gelten. Für Velten werden darin konkrete Änderungen am Busangebot beschrieben. Der Entwurf ist noch nicht endgültig beschlossen; die eingegangenen Stellungnahmen sollen dem zuständigen Ausschuss vorgelegt werden.
Linie 807: Weniger Fahrten außerhalb des Schülerverkehrs
Auf der Linie 807 zwischen Velten und Hennigsdorf sieht der Entwurf vor allem außerhalb des Schülerverkehrs Kürzungen vor. Betroffen sind unter anderem Abendverbindungen zwischen Velten, Hedwigpromenade, und Hennigsdorf sowie Fahrten zwischen Hennigsdorf und der Alsdorfer Straße.
An Ferientagen soll der Takt in dem betroffenen Abschnitt von bisher 20 beziehungsweise 40 Minuten auf 60 Minuten sinken. Für Wochenenden ist ein zweistündiger Takt vorgesehen. Die zusätzlichen, von Velten und Hennigsdorf finanzierten Fahrten zwischen Hennigsdorf und dem Veltener Bahnhof sollen nach den Angaben im Entwurf erhalten bleiben.
Linie 816: Reguläres Angebot soll entfallen
Für die Verbindung zwischen Borgsdorf und Velten weist der Entwurf ab 2027 kein reguläres Linienangebot mehr aus. In der Planung sind für die Linie 816 ab diesem Zeitpunkt keine regulären Fahrplankilometer vorgesehen.
Als Begründung verweist der Landkreis unter anderem auf bestehende Schienenverbindungen sowie auf die Linie 824. Für Fahrgäste aus Velten würde damit insbesondere die direkte Busverbindung nach Borgsdorf und zu dortigen Umsteigemöglichkeiten entfallen.
Linie 824: Kürzungen trotz hoher Nachfrage
Die Linie 824 verbindet Oranienburg, Velten und Hennigsdorf. Nach den Angaben im Entwurf war sie 2025 die am stärksten nachgefragte OVG-Linie: An Montagen bis Freitagen wurden durchschnittlich 48 Fahrgäste je Fahrt gezählt, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen waren es 41.
Trotz dieser Nachfrage sieht der Planentwurf eine deutliche Verringerung des Angebots vor. Einzelne Früh-, Nachmittags- und Abendfahrten an Schultagen sollen entfallen. Zusätzlich sind an Ferientagen sowie am Wochenende geringere Taktfolgen vorgesehen.
Die geplanten Fahrplankilometer sollen von 820.468 im Jahr 2025 auf 681.095 im Jahr 2027 sinken. Das entspricht rechnerisch einem Rückgang von rund 17 Prozent. Der Landkreis bewertet die Auswirkungen auf den Schülerverkehr im Entwurf als nicht negativ; zugleich verändern sich die verfügbaren Verbindungen insbesondere in Randzeiten, in Ferien und am Wochenende.