Bombenentschärfung legt Lehnitz teilweise lahm
In der Bachstelzenwiese in Oranienburg-Lehnitz wurde ein amerikanischer 500-Kilogramm-Bombenblindgänger mit intaktem chemischem Langzeitzünder vollständig freigelegt. Die Stadt Oranienburg plant die Entschärfung für Mittwoch, den 2. September 2026.
Der rund 1.000 Meter große Sperrkreis gilt seit 8 Uhr. Nach Angaben der Stadt müssen knapp 4.700 Menschen das betroffene Gebiet verlassen. Betroffen sind unter anderem Schulen, eine Kita mit Hort, eine Senioreneinrichtung, eine Gemeinschaftsunterkunft und der S-Bahnhof Lehnitz.
Für die Dauer der Maßnahme wurden im Bürgerzentrum eine Anlaufstelle und ein Bus-Shuttle eingerichtet. Auch der Bahnverkehr ist eingeschränkt: Die S-Bahn-Linie 1 verkehrt zeitweise nur bis beziehungsweise ab Birkenwerder. Die Stadt informierte zudem über Auswirkungen auf die Bahnstrecken zwischen Lehnitz und Borgsdorf.
Erneute Stromausfälle führen zu Vorsorgemaßnahmen in Velten
Am 28. August waren in Velten rund 2.200 Haushalte von einem großflächigen Stromausfall betroffen. Als Ursache nannte die Stadt zwei unterirdische Kabelfehler; zeitweise waren 22 Trafostationen betroffen. In der Ofen-Stadt-Halle wurde ein Notfalltreffpunkt eingerichtet, an dem unter anderem Mobiltelefone und medizinische Geräte geladen werden konnten.
Ein Seniorenheim und mehrere Supermärkte erhielten Unterstützung durch Notstrom. Am Nachmittag war die Stromversorgung für fast alle Haushalte wiederhergestellt. Am 31. August kam es in mehreren Straßen erneut zu einem Ausfall. Nach Angaben des Netzbetreibers war diesmal eine einzelne Station möglicherweise wegen Überlastung ausgefallen; die Versorgung wurde noch am selben Nachmittag wieder aufgenommen.
Die Stadt verweist vor diesem Hintergrund auf ihre Warn- und Kommunikationswege sowie auf den bundesweiten Warntag am 10. September. Für länger andauernde Stromausfälle sind vorsorglich die Ofen-Stadt-Halle, der Bürgerservice und die Turnhalle in Velten-Süd als mögliche Anlaufstellen vorgesehen.
Landkreis legt Pläne für Veränderungen beim Busverkehr vor
Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf für den Nahverkehrsplan 2027 bis 2031 vorgelegt. Wegen der angespannten Haushaltslage sieht das Konzept unter anderem weniger Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten, reduzierte Takte am Abend, an Wochenenden und in den Ferien sowie einen stärkeren Einsatz von Rufbussen auf nachfrageschwachen Strecken vor.
Für den öffentlichen Nahverkehr sind ab 2027 rund 15,7 Millionen Euro eingeplant. Davon sollen fünf Millionen Euro vom Land Brandenburg kommen. In Velten könnten insbesondere die Linien 807, 816 und 824 von Änderungen betroffen sein. Für die Verbindung 824 zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf sind außerhalb der Hauptzeiten Taktreduzierungen vorgesehen.
Die Linie 824 war 2024 mit knapp 1,6 Millionen Fahrgästen die meistgenutzte Buslinie des Landkreises. Der Schülerverkehr soll nach dem vorliegenden Entwurf unverändert bestehen bleiben. Auswirkungen könnten die Planungen jedoch auf Pendlerinnen und Pendler, ältere Menschen, Auszubildende sowie Personen ohne eigenes Auto haben.
Der Nahverkehrsplan ist noch nicht beschlossen. Der Entwurf wurde zunächst dem zuständigen Fachausschuss zur Beratung vorgelegt.