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Redaktionelle Grafik zu Digitalisierung, Solarenergie, Wirtschaftsentwicklung und Gesundheitsamt in Oberhavel.
Oberhavel bündelt aktuelle Entwicklungen bei digitalen Baugenehmigungen, Solarenergie, Wirtschaft und Gesundheitsvorsorge.
Im Landkreis Oberhavel stehen mehrere neue Entwicklungen an: Ab Oktober sollen Bauanträge ausschließlich digital eingereicht werden. In Oranienburg ist zudem der Bebauungsplan für die Erweiterung eines Solarparks in Kraft getreten. Wirtschaftliche Investitionen und Untersuchungen nach einem Tuberkulosefall gehören ebenfalls zu den aktuellen Themen.

Bauanträge künftig ausschließlich digital

Der Landkreis Oberhavel stellt das Baugenehmigungsverfahren zum 1. Oktober 2026 auf das Virtuelle Bauamt Brandenburg um. Bauanträge und die zugehörigen Unterlagen sollen dann ausschließlich digital eingereicht und bearbeitet werden. Eine Übermittlung per E-Mail ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr vorgesehen.

Nach Angaben des Landkreises soll die Umstellung die Verfahren vereinfachen und beschleunigen. Betroffen sind unter anderem private Bauherren, Planungsbüros und Unternehmen im gesamten Kreisgebiet.

Solarpark in Oranienburg kann erweitert werden

In Oranienburg ist ein weiterer Schritt beim Ausbau erneuerbarer Energien abgeschlossen. Die Stadt machte am 20. August 2026 das Inkrafttreten des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 173 bekannt. Er schafft die planungsrechtliche Grundlage für die Erweiterung des Solarparks Schmachtenhagen im Bereich Wensickendorfer Felde, Bäke.

Mit dem Vorhaben verbinden sich Fragen zur Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, zum Natur- und Umweltschutz sowie zur Netzinfrastruktur. Auch die Beteiligung der betroffenen Bevölkerung und ein möglicher Nutzen für die Region spielen bei vergleichbaren Projekten eine wichtige Rolle.

Investitionen stärken Wirtschaftsstandort Oberhavel

Die Wirtschaftsförderung Brandenburg zieht für Oberhavel eine positive Zwischenbilanz. Seit 2001 wurden nach ihren Angaben 686 Unternehmensprojekte im Landkreis unterstützt. Damit seien rund 4.780 Arbeitsplätze und Investitionen in Höhe von etwa 1,1 Milliarden Euro verbunden.

Für Oranienburg verweist die Wirtschaftsförderung unter anderem auf geplante Investitionen des Unternehmens Orafol von insgesamt rund 235 Millionen Euro bis 2030. Auch Velten wird als Wirtschaftsstandort genannt, unter anderem mit den Unternehmen Stadler, Theobroma sowie der Berliner Milch & Käse Manufaktur.

Die Entwicklung kann zusätzliche Anforderungen an Verkehrswege, Energieversorgung, Fachkräfte, Wohnraum und kommunale Infrastruktur mit sich bringen. Die genannten Zahlen beruhen auf der Zwischenbilanz der Wirtschaftsförderung Brandenburg.

Gesundheitsamt untersucht Kontaktpersonen nach Tuberkulosefall

Nach der Erkrankung einer ehemaligen Mitarbeiterin des Pflegeheims Amarita in Hohen Neuendorf hat das Gesundheitsamt des Landkreises Untersuchungen von mehr als 100 Kontaktpersonen veranlasst. Die Maßnahmen werden gemeinsam mit dem Pflegeheim und weiteren zuständigen Stellen koordiniert.

Nach dem damaligen Informationsstand waren bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Beschäftigten keine tuberkulosetypischen Symptome bekannt. Der Vorgang betrifft Hohen Neuendorf; eine unmittelbare Ausweitung auf Oranienburg oder Velten lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten.