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Zwei Personen besprechen an einem Verwaltungstisch digitale Bauanträge und Verkehrsplanung anhand eines Laptops, von Bauunterlagen und einer Karte.
Originalbild aus dem Website-Archiv · © Bild/Fotorechte CDU Stadtverband Velten
Im Landkreis Oberhavel stehen zwei wichtige Veränderungen an: Ab Oktober sollen Baugenehmigungen vollständig digital bearbeitet werden. Zudem beginnt im September die öffentliche Beteiligung an der Fortschreibung des Mobilitätskonzepts „oberhavel MOBIL 2040“.

Bauanträge künftig vollständig online

Oberhavel tritt zum 1. Oktober 2026 dem „Virtuellen Bauamt Brandenburg“ bei. Bauanträge und die dazugehörigen Unterlagen sollen dann ausschließlich über ein Webportal eingereicht und elektronisch bearbeitet werden.

Auch die Kommunikation mit der unteren Bauaufsichtsbehörde wird auf das digitale Verfahren umgestellt. Eine Einreichung von Bauunterlagen per E-Mail ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr vorgesehen. Nach Angaben des Landkreises sind bereits 13 Landkreise und kreisfreie Städte an das System angeschlossen.

Für Bauherren, Planungsbüros, Handwerksbetriebe und Unternehmen in Oberhavel bedeutet die Umstellung einen einheitlicheren und ortsunabhängigen Zugang zum Genehmigungsverfahren. Ob sich dadurch auch die Bearbeitungszeiten verkürzen, wird sich nach dem Start in der praktischen Anwendung zeigen. Zugleich kann die verpflichtende digitale Abwicklung für weniger digital erfahrene Antragsteller zusätzlichen Unterstützungsbedarf schaffen.

Landkreis legt Mobilitätskonzept zur Beteiligung vor

Parallel schreibt Oberhavel sein langfristiges Mobilitätskonzept „oberhavel MOBIL 2040“ fort. Dabei sollen Perspektiven für Straßenverkehr, Fuß- und Radverkehr sowie für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität weiterentwickelt werden.

Die öffentliche Beteiligung ist vom 14. September bis zum 11. Oktober 2026 geplant. Bürgerinnen und Bürger, politische Gremien und die Verwaltung können sich in diesen Prozess einbringen. Anschließend sollen die Ergebnisse zunächst dem Ausschuss für Mobilität, Ordnung und Katastrophenschutz vorgelegt werden.

Der Landkreis weist zugleich auf seine angespannte Finanzlage hin. Deshalb sollen vor allem Maßnahmen berücksichtigt werden, die als besonders wichtig und realistisch umsetzbar gelten. Für Velten bietet das Verfahren unter anderem die Möglichkeit, Themen wie Verbindungen nach Oranienburg und Hennigsdorf, sichere Schul- und Alltagswege, den Radverkehr sowie die Erreichbarkeit der Gewerbestandorte einzubringen.

Konkrete Entscheidungen zur künftigen Bedienung der Buslinie 824 zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf sind mit der Fortschreibung des Mobilitätskonzepts noch nicht verbunden. Das Verfahren eröffnet jedoch einen zusätzlichen kreisweiten Rahmen, in dem Verkehrs- und Erreichbarkeitsfragen beraten werden können.