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Neutral gestalteter Linienbus an einer Bushaltestelle in einer kleinstädtischen Umgebung, während mehrere Pendler warten.
Originalbild aus dem Website-Archiv · © Bild/Fotorechte CDU Stadtverband Velten
Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf für seinen Nahverkehrsplan 2027 bis 2031 veröffentlicht. Bis zum 13. September 2026 können sich Kommunen und Bürger beteiligen, bevor der Kreistag voraussichtlich im Dezember entscheidet. Für Velten stehen dabei wichtige Busverbindungen und die Finanzierung des Angebots im Mittelpunkt.

ÖPNV-Planung unter finanziellem Druck

Der Landkreis Oberhavel plant für den öffentlichen Nahverkehr im Jahr 2027 Ausgaben von rund 15,7 Millionen Euro. Nach den Planungen soll dieser Betrag jährlich um 2,5 Prozent steigen. Gleichzeitig sieht der Entwurf vor, das Angebot in den Hauptverkehrszeiten möglichst stabil zu halten und schwächer nachgefragte Fahrten insbesondere am Abend, an Wochenenden und in den Ferien zu reduzieren oder durch flexible Rufbusangebote zu ersetzen.

Die Beteiligung zum Entwurf läuft bis zum 13. September 2026. Eine abschließende Entscheidung des Kreistags ist nach Angaben des Landkreises für den 2. Dezember 2026 vorgesehen.

Mehrere wichtige Buslinien berühren Velten

Für Velten sind vor allem die Linien 807, 816 und 824 von Bedeutung. Die Linie 807 soll Velten werktags weiterhin etwa im 30-Minuten-Takt mit Hennigsdorf verbinden. Die Linie 816 stellt die Verbindung zwischen Borgsdorf und Velten her. Die Linie 824 verknüpft Oranienburg, Velten und Hennigsdorf und soll wegen der hohen Nachfrage grundsätzlich erhalten bleiben.

Die Städte Velten und Hennigsdorf beteiligen sich derzeit an der Finanzierung der Taktverdichtung auf der Linie 807. Damit bleibt offen, wie diese Unterstützung über die gesamte Laufzeit des neuen Nahverkehrsplans abgesichert werden kann.

Der Entwurf verweist zudem auf enge Pendlerbeziehungen zwischen Velten, Hennigsdorf und Oranienburg. Aus Velten pendeln demnach rund 610 Menschen nach Oranienburg und etwa 580 nach Hennigsdorf. In umgekehrter Richtung werden rund 460 Pendler von Oranienburg nach Velten ausgewiesen.

Verlässliche Anschlüsse als zentrale Forderung

Der Plan nennt einen abgestimmten Taktfahrplan und eine bessere Verbindung von Bus und Bahn als Ziele. Für Velten ist dies insbesondere mit Blick auf die Wege nach Hennigsdorf, Oranienburg und Berlin relevant.

Flexible Angebote wie Rufbusse können den Linienverkehr in nachfrageschwachen Zeiten ergänzen. Für regelmäßige Arbeits- und Schulwege ersetzen sie jedoch nicht ohne Weiteres einen festen Fahrplan. Mögliche Einschränkungen am Abend, an Wochenenden oder in den Ferien könnten die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, medizinischen Angeboten und Freizeiteinrichtungen beeinträchtigen.

Die laufende Beteiligung bietet Kommunen, Fahrgästen, Schulen, Unternehmen und Interessenvertretungen die Möglichkeit, konkrete Hinweise einzureichen. Besonders relevant sind dabei die künftige Bedienung der Linien 807, 816 und 824 sowie die Finanzierung der kommunal unterstützten Taktverdichtung.

Stromausfall betraf rund 2.200 Haushalte

Am 28. August 2026 kam es in Velten zu einem größeren Stromausfall. Nach Angaben der Stadt waren zeitweise rund 2.200 Haushalte betroffen. Als Ursache wurden zwei Kabelfehler beziehungsweise Erdschlüsse im Stadtgebiet genannt.

Die Stromversorgung war nach Angaben der Stadt ab 14:45 Uhr weitgehend wiederhergestellt. In der Marwitzer Trift dauerten Reparaturarbeiten anschließend noch an. Ein Seniorenheim und betroffene Supermärkte wurden mit Notstromaggregaten versorgt.

Die Stadt bereitete außerdem die Ofen-Stadt-Halle als mögliche Anlaufstelle vor und stellte sich auf Lademöglichkeiten sowie warme Verpflegung ein. Wegen möglicher Auswirkungen auf Wasserverbrauch und Abwasserpumpen wurde die Bevölkerung entsprechend informiert.

Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Stromausfall und einer neuen landespolitischen Entscheidung ist nicht belegt. Der Vorfall macht jedoch die Bedeutung kommunaler Notfallplanung und der Absicherung kritischer Infrastruktur deutlich.