Mit der Fortschreibung aktualisiert der Landkreis den strategischen Rahmen für die künftige Mobilitätsentwicklung. Der Entwurf betrachtet das Straßennetz, die Verkehrssicherheit, den Fuß- und Radverkehr, die Elektromobilität sowie zusätzliche Verkehrsangebote, die bestehende Mobilitätsformen ergänzen könnten.
Für Velten ist die Entwicklung der Einwohnerzahl ein wichtiger Bezugspunkt. Im Entwurf wird für die Stadt zwischen 2020 und 2024 ein Anstieg von 12.296 auf 12.727 Einwohnerinnen und Einwohner ausgewiesen. Das entspricht einem Zuwachs von 3,5 Prozent. Die Bevölkerungsentwicklung wird damit in die Überlegungen zur künftigen Verkehrs- und Infrastrukturplanung einbezogen.
Als Grundsatz nennt der Landkreis eine flächendeckende Grundmobilität für alle Altersgruppen und Regionen. Stadt und ländlicher Raum sollen bei der Planung nicht gegeneinander ausgespielt werden. Für Velten ist dies angesichts der Verbindungen nach Oranienburg, Hennigsdorf und Berlin von besonderer Bedeutung.
Eine strukturelle Änderung betrifft den öffentlichen Nahverkehr: Das bisherige ÖPNV-Modul soll nicht mehr Teil des allgemeinen Mobilitätskonzepts sein. Die Steuerung des öffentlichen Verkehrs soll vorrangig über den verbindlicheren Nahverkehrsplan erfolgen. Damit werden strategische Fragen der Gesamtmobilität und die konkrete Ausgestaltung des Nahverkehrs stärker voneinander getrennt.
Der Entwurf sieht außerdem vor, ergänzende Mobilitätsangebote zunächst zu prüfen und gegebenenfalls über Pilotprojekte zu erproben. Voraussetzung soll jeweils eine wirtschaftliche Bewertung sein. Für Velten beschreibt das Konzept damit einen Prüf- und Planungsrahmen, legt aber noch kein konkretes neues On-Demand- oder Ersatzverkehrsangebot fest.
Die öffentliche Beteiligung begann am 14. September und endet am 11. Oktober 2026. Anschließend sollen die eingegangenen Hinweise ausgewertet werden. Das überarbeitete Konzept soll danach zunächst dem Ausschuss für Mobilität, Ordnung und Katastrophenschutz vorgelegt werden.