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Zwei Personen besprechen an einer Bushaltestelle Unterlagen zur kommunalen Nahverkehrsplanung, während im Hintergrund ein Linienbus steht.
Originalbild aus dem Website-Archiv · © Bild/Fotorechte CDU Stadtverband Velten
Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf für seinen Nahverkehrsplan 2027 bis 2031 veröffentlicht. Vorgesehen sind unter anderem Änderungen beim Busangebot auf der Linie 824 zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf. Bis zum 13. September können Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen Stellungnahmen einreichen.

Öffentliche Beteiligung gestartet

Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf des Nahverkehrsplans am 21. August 2026 veröffentlicht. Die öffentliche Beteiligung läuft seit dem 17. August; Rückmeldungen können noch bis zum 13. September eingereicht werden.

Nach Abschluss der Beteiligung sollen die eingegangenen Hinweise ausgewertet und dem zuständigen Kreistagsausschuss vorgelegt werden. Eine endgültige Entscheidung des Kreistages steht noch aus. Der Landkreis bittet darum, Stellungnahmen möglichst mit konkreten Angaben zu Kapiteln oder Seiten des Entwurfs zu versehen.

Änderungen bei der Linie 824 vorgesehen

Für Velten besonders bedeutsam sind die Planungen für die Linien 824, 807 und 816. Nach dem Entwurf soll das Angebot außerhalb der Schulzeiten insbesondere abends, in den Ferien sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen angepasst werden. Für die Linie 824 würde dies eine geringere Taktung außerhalb der Hauptverkehrszeiten bedeuten.

Die Verbindung zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf zählt nach Angaben des Landkreises zu den am stärksten nachgefragten Busstrecken in Oberhavel. Im Jahr 2024 wurden dort nahezu 1,6 Millionen Fahrgäste gezählt.

Finanzielle Rahmenbedingungen

Der Landkreis kalkuliert ab 2027 mit Ausgaben für den öffentlichen Nahverkehr von rund 15,7 Millionen Euro. Etwa fünf Millionen Euro sollen davon durch das Land Brandenburg finanziert werden. Der Zuschuss des Landkreises für die Oberhavel Verkehrsgesellschaft soll zugleich auf rund elf Millionen Euro begrenzt werden.

Als Gründe für die Planungen nennt der Landkreis gestiegene Personal-, Kraftstoff- und weitere Betriebskosten sowie die angespannte Haushaltslage. In nachfrageschwächeren Zeiten sind ergänzend On-Demand-Angebote wie der MOHVER vorgesehen. Ob diese Angebote die regelmäßigen Fahrten vollständig ersetzen können, ist im laufenden Planungsverfahren noch offen.