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Redaktionelle Grafik mit Symbolen für Busverkehr, digitale Baugenehmigungen und Bibliotheksangebot.
Oberhavel plant Veränderungen beim Nahverkehr und stellt Baugenehmigungen auf ein digitales Verfahren um.
Der Landkreis Oberhavel hat den Entwurf für den Nahverkehrsplan 2027 bis 2031 veröffentlicht und eine öffentliche Beteiligung gestartet. Vorgesehen sind unter anderem weniger Fahrten zu nachfrageschwachen Zeiten und ein stärkerer Einsatz von Rufbussen. Außerdem soll das Baugenehmigungsverfahren ab Oktober vollständig digital laufen.

ÖPNV-Entwurf sieht Veränderungen ab 2027 vor

Der Landkreis Oberhavel beteiligt die Öffentlichkeit am Entwurf seines Nahverkehrsplans für die Jahre 2027 bis 2031. Stellungnahmen können bis zum 13. September 2026 eingereicht werden. Danach soll der Kreistag über den Plan beraten und entscheiden.

Der Entwurf sieht vor, den Schülerverkehr und stark genutzte Linien weitgehend zu sichern. Gleichzeitig sollen Fahrten in Ferienzeiten, am Abend und an Wochenenden reduziert sowie einzelne schwach nachgefragte Verbindungen gestrichen werden. Als Ergänzung ist ein stärkerer Einsatz des flexiblen Rufbusangebots MOHVER vorgesehen. Auch effizientere Angebote für den Schulverkehr und ein schrittweiser Ausbau der Barrierefreiheit sind Bestandteil der Planung.

Der Landkreis begründet die geplanten Veränderungen mit der angespannten Finanzlage. Für die Oberhavel Verkehrsgesellschaft soll der Kreiszuschuss auf rund 11 Millionen Euro begrenzt werden. Hinzu kommen nach Angaben des Landkreises etwa 5 Millionen Euro an Landesmitteln. Im Jahr 2025 wurden die Busse demnach von rund 6,5 Millionen Fahrgästen genutzt.

Bauanträge werden ab Oktober digital eingereicht

Ab dem 1. Oktober 2026 nimmt der Landkreis Oberhavel Bauanträge ausschließlich über das Virtuelle Bauamt Brandenburg entgegen. Papierunterlagen und Anträge per E-Mail sollen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr angenommen werden.

Das digitale Verfahren umfasst nach Angaben des Landkreises sowohl die Antragstellung als auch die Übermittlung von Unterlagen und die weitere Kommunikation. Betroffen sind unter anderem private Bauherren, Architekturbüros, Ingenieurbüros und Unternehmen.

Oranienburg stellt Fahrbibliothek erneut ein

Die Stadt Oranienburg beendet die Fahrbibliothek mit Ablauf des 31. August beziehungsweise Anfang September 2026. Als Gründe nennt die Stadt die angespannte Haushaltslage, geringe Nutzungszahlen und die Konzentration auf das Kernangebot der Stadtbibliothek.

Die stationäre Stadtbibliothek bleibt bestehen. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollen sie weiterhin kostenlos nutzen können. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit einem Haushaltskonsolidierungsprozess, in dem die Stadt bestehende und neue Angebote auf ihre Finanzierbarkeit prüft.