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Redaktionelle Symbolgrafik zu einer möglichen Bombenentschärfung in Oranienburg-Lehnitz sowie zu Meldungen über Fahrbibliothek, Grundstücksvergabe und Wirtschaft in Oberhavel.
Symbolgrafik zu den aktuellen Themen aus Oranienburg, Velten und Oberhavel.
In Oranienburg-Lehnitz laufen Vorbereitungen für eine mögliche Bombenentschärfung am 2. September. Gleichzeitig beendet die Stadt aus Haushaltsgründen ihre Fahrbibliothek. In Velten startet die Vermarktung von Grundstücken nach dem Einheimischenmodell, während Oberhavel als wachstumsstarke Wirtschaftsregion präsentiert wird.

Bombenfund in Lehnitz

In der Bachstelzenwiese in Oranienburg-Lehnitz soll am 1. September ein mutmaßlicher Blindgänger vollständig freigelegt und untersucht werden. Erst nach dieser Prüfung kann entschieden werden, ob am folgenden Tag eine Entschärfung erforderlich und möglich ist.

Für den Fall einer Entschärfung ist ein Sperrkreis vorgesehen, von dem rund 4.700 Menschen betroffen wären. Auch der Bahnverkehr sowie Schulen, Kitas und mehrere soziale Einrichtungen könnten beeinträchtigt werden.

Fahrbibliothek wird eingestellt

Oranienburg beendet den Betrieb seiner Fahrbibliothek mit Ablauf des 1. September. Die letzte Tour führt nach Zehlendorf, Schmachtenhagen, Malz und Friedrichsthal.

Die Stadt begründet die Entscheidung mit der angespannten Haushaltslage, der zuletzt geringen Nachfrage und der notwendigen Konzentration auf das stationäre Angebot der Stadtbibliothek. Im Bibliotheksteam wurde zudem eine Stelle aus Haushaltsgründen gestrichen.

Grundstücke in Velten werden nach Einheimischenmodell vergeben

In Velten ist die Vermarktung von Grundstücken im Baugebiet an der Kremmener Straße angelaufen. Von insgesamt 30 Grundstücken sollen zunächst 20 nach Kriterien wie Ortsansässigkeit, ehrenamtlichem Engagement, Kindern und Einkommen vergeben werden. Zehn weitere Grundstücke sind für eine spätere freie Vermarktung vorgesehen.

Nach Angaben der Stadt wird die Erschließung für Anfang 2027 erwartet. Mit ersten Bauarbeiten an den Häusern könnte demnach ab Mitte 2027 begonnen werden. Für September sind Informationsveranstaltungen der städtischen REG geplant.

Oberhavel als Wachstumsregion vorgestellt

Die Wirtschaftsförderung Brandenburg bezeichnet Oberhavel in einer aktuellen Veröffentlichung als Wachstumsmotor im Norden Brandenburgs. Als Beispiele für bedeutende Unternehmen in der Region werden unter anderem Takeda und Orafol in Oranienburg, Stadler in Velten sowie Riva und Alstom in Hennigsdorf genannt.

Für den 25. September ist in Velten die nächste „Lange Nacht der Wirtschaft“ angekündigt. Erstmals sollen dabei auch Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen aus der gesamten Region an speziellen Unternehmensführungen teilnehmen können.

Die positive Einschätzung der regionalen Wirtschaft stammt von der Wirtschaftsförderung Brandenburg und ist daher als institutionelle Standortdarstellung einzuordnen. Eine unabhängige Bewertung etwa von Beschäftigung, Gewerbesteuern, Flächenverfügbarkeit oder Infrastrukturbelastungen liegt in den ausgewerteten Angaben nicht vor.