Mobiles Bibliotheksangebot endet
Oranienburg stellt die Fahrbibliothek ein. Nach Angaben der Stadt finden die letzten Fahrten am 25. August und am 1. September 2026 statt. Danach konzentriert die Stadt ihre verfügbaren Mittel und personellen Ressourcen auf das stationäre Angebot der Stadtbibliothek.
Die Entscheidung betrifft insbesondere die Ortsteile Sachsenhausen, Germendorf, Lehnitz, Wensickendorf, Zehlendorf, Schmachtenhagen, Malz und Friedrichsthal. Die Stadt begründet das Ende des mobilen Angebots mit der angespannten Haushaltslage, einer haushaltsbedingten Stellenkürzung und der bislang geringen Nutzung.
Die Stadtbibliothek selbst bleibt bestehen. Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist die Nutzung weiterhin kostenlos.
Konsolidierungsdruck im Haushalt
Die Einstellung der Fahrbibliothek steht im Zusammenhang mit den laufenden Überprüfungen freiwilliger kommunaler Leistungen. Auf Grundlage der Planungen für die Jahre 2026 bis 2028 rechnet Oranienburg nach eigenen Angaben mit einem durchschnittlichen Defizit von rund 2,26 Millionen Euro.
Neben dem Bibliotheksangebot werden unter anderem Leistungen der Jugend- und Schulsozialarbeit sowie die Sport- und Vereinsförderung betrachtet. Damit stellt sich für die Stadt die Frage, wie Bildungs-, Kultur- und Teilhabeangebote unter schwierigen finanziellen Bedingungen gesichert werden können.
Mögliche Bombenentschärfung in Lehnitz
Für den 2. September 2026 bereitet Oranienburg die mögliche Entschärfung eines Bombenblindgängers auf der Bachstelzenwiese im Ortsteil Lehnitz vor. Nach den städtischen Informationen könnten dadurch unter anderem eine Schule, eine Kita, ein Hort, eine Senioreneinrichtung und eine Gemeinschaftsunterkunft betroffen sein.
Auch im öffentlichen Nahverkehr werden Einschränkungen erwartet. Für betroffene Einwohnerinnen und Einwohner sind eine Anlaufstelle im Bürgerzentrum und ein Bus-Shuttle vorgesehen. Zusätzlich ist zeitweise ein Busnotverkehr zwischen Oranienburg und Birkenwerder geplant.