Die Polizei Brandenburg veröffentlichte am 9. Oktober eine eigene Darstellung des Einsatzes in Velten. Nach ihren bisherigen Ermittlungen entwickelte sich die Lage aus einem familiären Streit. Der 53-jährige Mann soll seine Ehefrau körperlich angegriffen und bedroht haben. Anschließend habe er angekündigt, sich mit einer Schusswaffe das Leben zu nehmen.
Wegen der zunächst unklaren Gefahrenlage sperrten Einsatzkräfte Bereiche ab und evakuierten Gebäude vorsorglich. Neben Polizeikräften waren Spezialeinsatzkräfte sowie eine Verhandlungsgruppe beteiligt.
Von den Maßnahmen betroffen war auch ein nahe gelegener Sportclub. Neun Kinder und Jugendliche sowie ihre Trainer wurden durch Einsatzkräfte aus dem Gebäude begleitet. Die Stadt Velten stellte in der Ofenstadthalle eine Anlaufstelle für Anwohner und Angehörige bereit. Zusätzlich war ein Notfallseelsorger vor Ort.
Gegen 23:20 Uhr ließ sich der Mann nach Polizeiangaben freiwillig und unbewaffnet festnehmen. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Einsatzkräfte zwei scharfe Schusswaffen und Munition.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand wurde während des Einsatzes nicht geschossen. Verletzte gab es demnach nicht. Die Polizei nahm unter anderem Anzeigen wegen des Verdachts der Bedrohung und Körperverletzung auf; die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.