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Redaktionelle Grafik mit abstrakten Bauelementen für den Schulneubau sowie Linien und Beteiligungssymbolen für die Nahverkehrsplanung in Velten.
Schulneubau und Nahverkehrsplanung stehen in Velten parallel im Mittelpunkt.
In Velten ist der Rohbau der neuen Gesamtschule fertiggestellt worden. Der Landkreis Oberhavel plant die Eröffnung zum Schuljahr 2027/2028 und investiert einschließlich Sporthalle und weiterer Anlagen knapp 60 Millionen Euro. Parallel laufen Beteiligungsverfahren zur künftigen Nahverkehrs- und Mobilitätsplanung, die für den Schülerverkehr in der Region von Bedeutung sind.

Neue Gesamtschule nimmt Gestalt an

Am 31. August 2026 wurde in Velten Richtfest für die neue Gesamtschule gefeiert. Das Schulgebäude soll rund 9.600 Quadratmeter umfassen. Zusammen mit der Sporthalle und weiteren Anlagen beläuft sich das Investitionsvolumen des Landkreises nach eigenen Angaben auf knapp 60 Millionen Euro.

Die fünfzügig geplante Schule soll Platz für bis zu 720 Schülerinnen und Schüler bieten. Die Inbetriebnahme ist für das Schuljahr 2027/2028 vorgesehen. Eine Schulwebseite ist bereits freigeschaltet; außerdem will der Landkreis Eltern an den umliegenden Grundschulen frühzeitig über das Aufnahme- und Übergangsverfahren informieren.

Mit dem erreichten Rohbau wird das bisherige Bauvorhaben zu einem sichtbar fortgeschrittenen Projekt. Bis zur geplanten Eröffnung bleiben unter anderem die weitere Bauausführung, die Ausstattung und die Anbindung des Standorts an Schulwege und öffentliche Verkehrsmittel wichtige Planungspunkte.

Getrennte Fristen bei der Verkehrsplanung

Der Landkreis Oberhavel hat die Fristen für zwei Beteiligungsverfahren präzisiert. Zum Nahverkehrsplan 2027 bis 2031 können Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 13. September 2026 Stellung nehmen. Die eingehenden Hinweise sollen anonymisiert ausgewertet und anschließend dem zuständigen Kreistagsausschuss vorgelegt werden.

Davon getrennt ist die Fortschreibung des Mobilitätskonzepts „oberhavel MOBIL 2040“. Für dieses Verfahren ist eine Beteiligung vom 14. September bis zum 11. Oktober 2026 vorgesehen. Die unterschiedlichen Zeiträume beziehen sich damit nach dem derzeitigen Veröffentlichungsstand auf zwei eigenständige Planungsinstrumente.

Auswirkungen auf Schüler- und Pendlerverkehr

Im Entwurf des Nahverkehrsplans werden die Verbindungen zwischen Oranienburg, Hennigsdorf, Velten und Hohen Neuendorf als wichtige Pendelbeziehungen berücksichtigt. Vorrang haben demnach unter anderem der Schülerverkehr und stark nachgefragte Linien. Für weniger frequentierte Angebote sieht der Landkreis teilweise eine Verlagerung auf den flexiblen On-Demand-Verkehr MOHVER vor; Einschränkungen werden vor allem in den Abendstunden, an Wochenenden und in den Ferien beschrieben.

Für Velten ist insbesondere die Verbindung zwischen Oranienburg, Velten und Hennigsdorf relevant. Mit Blick auf den künftigen Schulstandort gewinnt die Frage an Gewicht, wie Busverbindungen, Schulwege und die Erreichbarkeit von Bahnhöfen aufeinander abgestimmt werden. Diese Bewertung ist eine politische Einordnung aus den vorliegenden Planungsunterlagen.

Die Veröffentlichung der neuen Schulplanung und die laufende Beteiligung am Nahverkehrsplan eröffnen damit konkrete Ansatzpunkte für kommunal- und landespolitische Debatten über Bildungsstandort, Verkehrssicherheit und die Anbindung der wachsenden Region Oberhavel.