Mit der Grundsteinlegung beginnt in der Mühlenstraße der Bau einer neuen Kindertagesstätte. Die Stadt Velten plant dort eine Einrichtung für 80 bis maximal 100 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Errichtet wird das Gebäude von der Regionalen Entwicklungsgesellschaft REG Velten GmbH im Auftrag der Stadt.
Die Gesamtinvestition beziffert die Stadt auf rund 6,1 Millionen Euro. Mehr als drei Millionen Euro davon kommen nach ihrer Darstellung aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes. Damit wird erstmals im aktuellen Recherchezeitraum ein konkretes Veltener Bauprojekt mit diesem bundespolitischen Finanzierungsinstrument verbunden.
Die neue Kita soll erstmals ein eigenes Betreuungsangebot für den Veltener Norden schaffen. Nach städtischer Planung könnte die Fertigstellung innerhalb eines Jahres erreicht werden. Das Vorhaben steht zugleich im Zusammenhang mit einem geplanten Wohngebiet an der Kremmener Straße, in dem bis zu 30 Einfamilienhäuser entstehen sollen. Die Stadt verweist bei der Planung auf den erwarteten Zuzug junger Familien.
Der Bund sieht in seinem Sondervermögen Investitionen unter anderem in Kitas und Schulen, Verkehrswege, Energie- und Wärmeinfrastruktur, Krankenhäuser sowie Digitalisierung vor. Für Länder und Kommunen sind nach Angaben der Bundesregierung insgesamt 100 Milliarden Euro vorgesehen. Die konkrete Ausgestaltung der Mittelvergabe erfolgt über die Länder und die jeweiligen Förderbedingungen.
Für Velten steht damit vor allem der unmittelbare kommunale Nutzen im Vordergrund: Mit dem Neubau soll die Betreuungskapazität erweitert und die soziale Infrastruktur im Norden der Stadt ausgebaut werden. Die städtische Mitteilung weist den Bundesanteil als Betrag von mehr als drei Millionen Euro aus; eine vollständige Aufschlüsselung der Finanzierung ist darin nicht enthalten.